Der Wunderpilz aus Tibet auf SF1

Mai 2011, Schweiz

Der Chinesische Raupenpilz ist ein erstaunliches Lebewesen, halb Pflanze, halb Tier. Ursprünglich stammt er aus dem Himalajagebirge und wächst im tibetischen Hochland in bis zu 5000 Metern Höhe. Seit jeher wird er in der Traditionellen Chinesischen Medizin als Heilmittel eingesetzt. Der Pilz soll anregend und regenerierend wirken und die körpereigenen Abwehrkräfte stärken.

Vor allem seit zwei chinesische Sportlerinnen ihren Sieg bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 1993 auf die Wirkung des Chinesischen Raupenpilzes zurückführten, machen immer mehr Händler Jagd auf den Cordyceps sinensis, das «Viagra aus dem Himalaja». Seine Vermarktung bringt inzwischen mehr Gewinn als jene des begehrten Ginsengs. Durch die wachsende Nachfrage stieg der Preis des Raupenpilzes im Jahr 2008 auf 25'000 Euro pro Kilo. Damit ist er teurer als Gold.

Die Dokumentation zeigt die Handelswege des Cordyceps sinensis von seiner Ernte im Tibetischen Hochgebirge über Zwischenhändler in Yunnan bis in die Apotheken in Hongkong. Und sie beleuchtet den Run auf das «braune Gold» und dessen Konsequenzen für die Tibeterinnen und Tibeter. (Autorin: Jeanne Mascolo De Filippis)

Zweitausstrahlung am Samstag, 21. Mai 2011 um 12.05 Uhr auf SF1.

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